Demmin - Nehringen - Rundtour (ca. 40 km)

Nehringen

Wir können an der alten Staatsgrenze zwischen Vorpommern und Mecklenburg entlang einige zauberhaften Wege finden, die uns bis nach Nehringen führen und von dort aus auf der anderen Seite des ehemaligen Grenzflusses Trebel wieder nach Demmin zurück. Von Demmin bis Nehringen sind wir hier auf dem Radfernweg Mecklenburgische Seenplatte Stralsund Rügen.

Am besten starten wir in Demmin am Hafen. Wir nutzen die B110 in Richtung Dargun, bis wir kurze Zeit später nach Drönnewitz abbiegen. Von der Kreisstraße biegen wir bald ab in Richtung Wotenik Ausbau. Am Moor angelangt, halten wir uns links und fahren immer am Wald entlang. Rechts von uns liegt ein sehr langgestrecktes Moor, das in jüngster Zeit nicht mehr entwässert wird. Dahinter fließt die Trebel. Der Wald selbst wird in seinem Randbereich immer mehr zum Auenwald.

Trebeltal vor Beestland

 

Wo der Wald endet, gibt er den Blick auf das weitere Moor frei, das uns noch einen weiteren Kilometer begleitet. Wir sehen immer wieder vernässte Flächen und alte Entwässerungskanäle. In den Sommermonaten brüten hier Höckerschwäne und ziehen ihre Jungen groß, ebenso wie Wildentenarten wie Stockenten und Schnatterenten. Wiesenweihen suchen den Schilfrand nach Jungvögeln ab. Da es in der Nähe einen Fischadlerhorst gibt, können wir mit etwas Glück den schnellen und geschickten Fischadler bei der Jagd auf Fisch zuschauen.

 Viele Flächen sind hier zeitweise überschwemmt, so dass es meistens viele Wasservögel gibt, die sie als Schlafplätze nutzen. Auch Kraniche sind hier oft zu sehen und brüten sogar hier. Weil es viele Vögel leben, sieht man auch oft Füchse, die sich gerne Bläßrallen holen, um ihre Jungen zu ernähren. Während der Brutzeit ist es nicht ungewöhnlich, das dumpfen Reviermarkierungston der Rohrdommel zu hören. Auch die Rufe der Sumpfhühner (Tüpfelsumpfhuhn oder Wasserralle z.B.) sind nicht selten zu hören. Zu sehen bekommen wird man sie schwer, da sie sehr heimlich leben. 

Wir kommen an die Siedlung Beestland, dort müssen wir für einige Kilometer die Straße nutzen. Diese ist allerdings gut ausgebaut, aber verkehrsarm. Zunächst führt sie uns durch schönsten Wald. Danach kommen wir über kleinere Hügel, die einen weiten Blick über das Trebeltal erlauben. In Brudersdorf ist es wieder möglich, den Weg durch den Wald und das Trebeltal zu nutzen. So radeln wir an Groß Methling und Klein Methling vorbei, passieren einen lieblichen Waldbevor wir durch immer noch bezaubernde Sumpflandschaft rechts und bald auch links von uns die Trebel über die historische Holzklappbrücke queren und den kleinen, aber alten Grenzort Nehringen erreichen.

In Nehringen finden wir den Wasserwanderrastplatz sowie das dazu gehörige Gästehaus "Graureiher", wo jung und alt in Einzel- oder Gruppenzimmern übernachten können. Auf dem WWR kann man zelten, es gibt dort auch kleine Holzhäuschen mit Feldbetten, in denen man mit Isomatte und Schlafsack übernachten kann.

Der weitere Weg führt uns über eine kleine alle mit Fachwerkhäusern zum Dorfrundling mit Blick auf das Herrenhaus in Nehringen. Hier steht, eingewachsen in hohen Gehölzen, noch ein mittelalterlicher Wohnturm, der Rest einer Burganlage. Der Gutspark ist öffentlich begehbar, das gutshaus und die Kavaliershäuser können nur von außen besichtigt werden.

 

Moorlandschaft bei Annenhof

 

Von dort aus radeln wir über eine schmale, aber glatte Straße über Camper, Langenfelde, Nossendorf und Medrow nach Wotenick. Rechts im Ortsteil steht eine Ruine, die fast wie eine Burg aussieht. Leider ist sie ziemlich verfallen. Mit einem Abstecher nach Volksdorf und annenhof erriechen wir die einsam gelegene Trebelniederung und das wieder vernässte Moor. Dort ist es unvergleichlich einsam, und wer den Naturgenuss haben möchte, sollte sich diesen abstecher nicht entgehen lassen. Es ist der Weg, der früher direkt von Annenhof nach Rodde und damit nach Nehringen führte. Wir hoffen sehr, dass man diesen Weg wieder aktivieren wird.

Unserer weiterer Weg führt uns nach Wotenick-Ausbau. Wir giegen rechts hinter dem Agrarbetrieb ab und fahren über die Trebelbrücke und durch Sümpfe, Niederungen und Wald wieder nach Drönnewitz zurück. Bis Demmin ist es jetzt nur noch einen Katzensprung, wir haben einen Fahrradweg neben der Fahrbahn zur Verfügung.