Von Malchin aus rund um den Kummerower See (ca. 46 km)

Fahrradfahren im Peenetal

Eine für Flachlandverhältnisse recht anspruchsvolle Fahrradour führt uns rund um den Kummerower See. Sie ist aber sehr reizvoll, und es gibt eine Fülle an Möglichkeiten, hier Pausen mit schöner Aussicht einzulegen oder zu übernachten. Sportliche Radler schätzen die hügelige Landschaft, die höchsten Erhebungen liegen auf 122 Metern. Die Strecke ist hervorragend ausgeschildert, es gibt ausreichend viele Pausenplätze. Diese sind teilweise überdacht und bieten meistens einen besonderen Ausguck. Auch Nebenwege sind bestens ausgeschildert, ebenso Wanderwege, die man trifft. Diese sind oft mit dem Fahrrad nutzbar.

Starten wir in Malchin (Wohnmobilstellplatz wäre der Wasserwanderrastplatz "Kösters Eck" nahe dem Bahnhof): die K2 mit ihrem Fahrradweg beginnt in der Nähe des Bahnhofs und führt uns nach Jettchenshof. Rechts zweigt ein schmaler Weg ab, der in die Peenewiesen führt und uns nach etwa 200 Metern eine überdachte Aussichtsplattform bietet. 

Wir radeln weiter nach Gorschendorf. Direkt hinter dem Friedhof finden wir rechts einen Weg, der hinunter zu der Stelle führt, wo der Peenekanal in den Kummerower See mündet. Zurück auf dem Fahrradweg neben der Kreisstraße steigt das Gelände immer mehr an. In Salem finden wir einen sehr schönen Pausenplatz, von dem aus wir bei klarem Wetter einen großen Teil des Kummerower Sees überblicken können. Wir können uns aber auch zum Hafen begeben, um dort den See direkt zu genießen oder uns in einem der Restaurants oder im Imbiß zu stärken. Auch eine Kanustation finden wir in Salem. Bei der Fischerei können Frischfisch oder Räucherfisch erworben werden. 

In Salem können wir auch weitere Wege nutzen, die uns in den Wald und damit in größere Höhen führen: sie sind aber nur als Wanderwege ausgelegt. Der Fahrradweg ist ab Salem nicht mehr vorhanden, wir radeln auf der schmalen aber glatten Straße.

Der weitere Weg führt uns nach Neukalen. Hier gibt Restaurants, Zeltmöglichkeit am Wasserwanderrastplatz sowie Zimmer und Ferienhäuschen. Der WWR ist gleichzeitig auch Wohnmobilstellplatz, es gibt WC und warme Duschen.

bei Malchin

In Neukalen queren wir den Peenekanal (Teterower Peene) und fahren auf einem breiten glatten Asphaltweg am Naturschutzgebiet  "Neukalener Moorwiesen" entlang. Bevor wir Neu Warsow erreichen, treffen wir auf eine Beobachtungsplattform, verschiedene Schilder informieren uns über die reichhaltigen Naturerlebnismöglichkeiten, insbesondere Vogelarten wie Kraniche, Seeadler und die verschiedenen Gänsearten. In der Zeit des Vogelzugs rasten hier auch tausende Goldregenpfeifer, viele Wildentenarten und Zwergschwäne.  Die weitere Strecke führt uns über Warsow auf teilweise unbefestigten Wegen durch den schönen Mischwald "Hasenwinkel" bis nach Kützerhof. Bevor wir das Renaturierungsgebiet "Große Rosin" erreichen, lädt eine überdachte Tisch-Bank-Kombination zum Verweilen ein. Hinweisschilder geben Auskunft über dieses Renaturierungsgebiet: seit einigen Jahren hat man die früheren Polderwiesen (Moore) überflutet, um wieder Moorbildung zu ermöglichen.

Naturschutzgebiet Neukalner Moorwiesen

 Wir haben hier ein etwa 1200 ha großes Areal, das zu einem wahren Vogelparadies geworden ist. Es brüten Kraniche, viele Enten- und Taucherarten, Höckerschwäne, Möwen, verschiedene Seeschwalbenarten, Stelzenläufer und Bläßhühner. Seeadler, Weihen und Milane versuchen Beute zu machen, Kormorane fangen sich hier ihren Fisch. 

All dies ist teilweise bereits vom asphaltierten Fahrradweg aus zu beobachten, der mitten durch das Naturschiutzgebiet führt. Ferner können wir bei Aalbude den hölzernen Aussichtsturm besteigen, von dem aus wir einen weiten Blick über die Wasserfläche haben, die von Inseln und abgestorbenen Bäumen unterbrochen ist.

Für unseren weiteren Weg nutzen wir die Personen- und Fahrradfähre in Aalbude, nahe dem bekannten Restaurant. Hier befindet sich auf der Südseite ein Wasserwanderrastplatz, wo wir unser Zelt aufschlagen könnten. Die Fähre ist zwischen Mai und Oktober in Betrieb. 

Von Aalbude fahren wir auf glattem Betonpflasterweg nach Verchen. Hier gibt es ebenfalls Gasthöfe sowie Zimmervermieter. Auch Kanus können hier gemietet werden, die Kanustation ist gleichzeitig auch eine Infostation zum Naturpark Mecklenburgische Schweiz und zum Naturpark Flusslandschaft Peenetal. 

Nebenweg zwischen Verchen und Sommersdorf

Von Verchen aus nutzen wir die schmale Straße über Gravelotte-Meesiger bis nach Sommersdorf. An vielen Stellen sind Abstecher hinunter zum Kummerower See möglich, und dort kann teilweise auch auf Wanderwegen direkt am See gefahren werden.

Ab Axelshof hinter Sommersdorf steht uns ein separater asphaltierter Fahrradweg zur Verfügung, der uns an Kummerow vorbei nach Leuschentin führt. In Kummerow kommen wir über einen kleinen Abstecher wieder direkt an den Kummerower See, dort gibt es Zeltmöglichkeiten am Wasserwanderrastplatz und Wohnmobilstellplätze.

Über Leuschentin fahren wir auf immer noch hügeligem Fahrradweg mit bester Aussicht über die Malchiner Wiesen und den See bis Malchin. In Malchin sind ebenfalls neue Fahrradwege vorhanden. Bald haben wir den Wasserwanderrastplatz Malchin oder den nahen Bahnhof erreicht.